Show Less
Restricted access

Sachgerechte Wahrnehmung der Arbeitnehmerinteressen als Ordnungskriterium der Betriebsverfassung

Betriebliche Mitbestimmung zwischen Entscheidungs- und Belegschaftsnähe

Series:

Christopher Jordan

Der Betriebsbegriff ist neben dem Begriff des Arbeitnehmers die zweite begriffliche Säule, auf dem das Arbeitsrecht steht. In ihm bündelt sich wie im Arbeitnehmerbegriff die spezifische Problemhinsicht des Arbeitsrechts. Für kein arbeitsrechtliches Gesetz ist der Betriebsbegriff von derart zentraler Bedeutung wie für das Betriebsverfassungsgesetz. Nicht an den Unternehmensträger, sondern an den «Betrieb» knüpft die betriebliche Mitbestimmung an, das heißt, über den Betriebsbegriff wird die Zahl und der «Ort» der betrieblichen Interessenvertretung innerhalb eines Unternehmens gesteuert.
Aus dem Inhalt: Ordnungskriterien der Betriebsverfassung – Konkretisierung der Ordnungskriterien Entscheidungs- / Belegschaftsnähe – Sachgerechte Wahrnehmung der Arbeitnehmerinteressen nach dem normativen Leitbild des BetrVG 1972 – Mangelnde Umsetzbarkeit der betriebsverfassungsrechtlichen Ordnungskriterien in der modernen Unternehmenspraxis – Entscheidungs- bzw. belegschaftsnahe Anknüpfung aufgrund autonomer Regelungen – Verhandlungslösung und Interessenvertretung ipso jure.