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Der Anfang der Liebe

Eine Untersuchung zum Begriff der Wahrheit und des Selbst bei Sören Kierkegaard

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Il-seon Ha

Bei der Philosophie geht es «um» das Wissen, das seit alters her als das Wissen vom Sein verstanden wird, das das Seiende als solches ausmacht. Nichts anderes als dieses «um» das Wissen im solchen Sinne ist der reine bzw. voraussetzungslose Anfang, an dem der Mensch als der Wissende angesprochen ist. Das besagt gemäß Kierkegaard aber: Dem Menschen als dem Wissenden liegt der Mensch als der Liebende zugrunde, nicht umgekehrt. Aufgrund der dem Wissen zugrundeliegenden Liebe versteht Kierkegaard die Philosophie ursprünglich nicht als «Liebe» zum Wissen oder zur Weisheit, sondern als «Liebe» zur Wahrheit, die jedoch gemäß Kierkegaard in der Metaphysik unthematisiert und insofern voraussetzungslos vorausgesetzt wird. Das Hauptanliegen dieser Untersuchung liegt darin, die «Möglichkeit», die Wahrheit «lieben» (bzw. «mögen») zu «können», sich als die Voraussetzung zeigen zu lassen, für die sich die Angst als das Sinnesorgan konstituiert, indem sie den Menschen als den nach dem Sinn des Seins seiner selbst Fragenden begreift.
Aus dem Inhalt: Möglichkeit des Anfangs als Möglichkeit der Philosophie: Denken als Lieben – Phänomenologie des «Da-Seins» – Angst als das Grund-Phänomen – Die Existenzkategorien (Freiheit, Möglichkeit, Wirklichkeit) – Die Wiederholung des Anfangs und deren Möglichkeit als die Grundlage der Philosophie – Das Einzelne-Sein als das Ethische-Subjekt.