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Rhetorik und literarischer ‘Kampf’

Tertullians Streitschrift gegen Marcion als Paradigma der Selbstvergewisserung der Orthodoxie gegenüber der Häresie - Eine philologisch-theologische Analyse

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Volker Lukas

Zum Thema ‘Marcion und seine Weltanschauung’ wurde bislang Tertullians Werk gegen diesen Häretiker zumeist steinbruchartig benutzt, um daraus Erkenntnisse über den marcionitischen Streit zu gewinnen. Dieses Werk hingegen sucht Tertullians eigene Strategien, Methoden der Argumentation sowie rhetorische Mittel zu analysieren. Über diese Interpretation hinaus müssen in einem ersten Schritt freilich auch Einleitungsfragen wie die nach der Genese oder den Adressaten des Werkes erörtert werden. Gemäß der Themenstellung müssen auch Schwerpunkte der Theologie Tertullians (und auch Marcions) behandelt werden. Die zweite Hälfte des Interpretationsteils – soweit die Bücher 4 und 5 von Adversus Marcionem besprochen werden – ist zudem manifest exegetisch geprägt.
Aus dem Inhalt: Einleitungsfragen wie ‘Historischer Kontext’, ‘Genese’, ‘Quellen und Vorlagen’ des Werkes – Interpretation von Adversus Marcionem (gegliedert entsprechend der Anlage des Textes) – Im Zuge der Interpretation: Eingehen auf Phänomene wie ‘allegorische Exegese’– ‘Korrespondenz von Altem und Neuem Testament’ – Philosophische Topoi, rhetorische Mittel – Schwerpunkte der Theologie Tertullians (und auch Marcions) – Tertullians Behandlung des Alten Testaments – Beurteilung der Bestreitung Marcions durch Tertullian.