Show Less
Restricted access

Fremde Arme – arme Fremde

‘Zigeuner’ in Literaturen Mittel- und Osteuropas

Series:

Iulia-Karin Patrut, George Gutu and Herbert Uerlings

Der Band dokumentiert die Forschungsergebnisse der Tagung ‘Zigeuner’ als Arme und Fremde, die in Timişoara (Rumänien) von dem Projekt Fremde im eigenen Land. Zur Semantisierung der ‘Zigeuner’ von 1850 bis zur Gegenwart des Sonderforschungsbereichs 600 Fremdheit und Armut. Wandel von Inklusions- und Exklusionsformen von der Antike bis zur Gegenwart an der Universität Trier in Zusammenarbeit mit dem Exzellenzzentrum Paul Celan an der Universität Bukarest und der Gesellschaft der Germanisten Rumäniens veranstaltet wurde. Fremdheit und Armut der ‘Zigeuner’ werden in diesem Band im Kontext sozialer Praktiken und historischer Semantiken sowie deren literarischer Inszenierung und Reflexion untersucht. Die Beiträge befassen sich mit Formen und Funktionen sozialer Inklusion und Exklusion, die sich, so eine leitende Hypothese, erkennbar einem Diskursraum Mittel- und Osteuropa zuordnen lassen.
Aus dem Inhalt: Iulia-Karin Patrut/Herbert Uerlings: Fremde Arme - arme Fremde. «Zigeuner» in Literaturen Mittel- und Osteuropas – Anca Rădulescu: «Zigeuner» als unheroische Helden in Ion Budai-Deleanus Epos Ţiganiada – Raluca Rădulescu: Aspekte der «Zigeuner»-Darstellung in der rumänischen und rumäniendeutschen Literatur – George Guţu: Das Ethnospezifische und das Menschliche. Gedanken zur Gestalt des «Zigeuners» im Werk von Hans Bergel – Alexandra Millner: «Die Zigeunerin» als Projektionsfigur feministischer Gesellschaftskritik bei Marie Eugenie delle Grazie – Valentina Glajar: Erinnerungen in Schwarz und Weiß: Erich Hackls Abschied von Sidonie – Herbert Uerlings: Fremde Blicke. Zur Repräsentation von «Zigeunern» in der Schweiz seit dem 19. Jahrhundert (Gottfried Keller, Carl Durheim, Mariella Mehr) – Anna-Lena Sälzer: Vom Fixieren in Aktenprosa und metrischen Gesängen. Schrift und Gewalt in Mariella Mehrs Roman Zeus oder der Zwillingston – Iulia-Karin Patrut: «Zigeuner», Juden und die Kunst. Zu einem Ausgrenzungsdiskurs bei Richard Wagner, Franz Liszt und Houston Stuart Chamberlain.