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Sprachen und Sprechen im städtischen Raum

Redaktion: Wolfgang Mager und Sebastian Postlep

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Thomas Krefeld

Städte bieten hochkomplexe sprachliche Räume. Gerade die charakteristischen Faktoren städtischer Alltagskommunikation, nämlich die Masse der interagierenden Sprecher, ihre soziale Differenz, ihre sprachlich-ethnische Heterogenität und ihre Mobilität sind in hohem Maße ortsspezifisch, unter Umständen stadtviertel- oder sogar straßenabhängig. Raumbasierte Stadtsprachenforschung erzwingt die Überwindung der überkommenen Opposition von «ländlicher» Dialektologie und «städtischer» Soziolinguistik; sie markiert dadurch eine zentrale Schnittstelle von Sprachkontaktforschung und Varietätenlinguistik.
Aus dem Inhalt: Thomas Krefeld: Vom Land und aus der Stadt, in der Linguistik. Ein Wort zur Einführung – Johannes Schwitalla: Erzählen, Zitieren, Vergleichen. Drei sprachlich-kommunikative Verfahren zur Konstruktion von sozialer Identität und Andersheit – Stephanie Risse: «…und ich benehme mich dann so, dass ich dort beleidigende Taten setze…» - Zum italienisch-südtirolerischen Konflikt in der Stadt Bozen/Bolzano/Bulsan – Heinrich Löffler: Stadtsprachen in einem Stadtstaat am Beispiel Basels. Bericht über das Forschungs-Projekt ‘Stadtsprache - Sprachen in der Stadt am Beispiel Basels’ (1995-98) – Walther Sallaberger: Nippur, Stadt des Sumerischen – Annette Endruschat: Linguagem dos musseques - die Stadtsprache Luandas – Anthony Lodge: Sociolinguistic stratification in 19th-century Paris – Marlos de Barros Pessoa: Urbanisierung und Sprachregelung in Brasilien (1950-1960) – Chiara Amoruso: Tunisians in Sicily and Migration Dynamics. Urban Setting in Comparison – Laura Wright: London speech: stasis and innovation – Beat Siebenhaar: Sprachwandel und Sprachgeographie - der Einfluss der Stadt Bern auf die Region – Luca Melchior: Udin: historisches Sprachprofil und erlebte Sprachräume – Elissa Pustka: Accent(s) parisien(s) - Auto- und Heterorepräsentationen stadtsprachlicher Merkmale.