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Nationen und Gerechtigkeit

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Paolo Becchi, Giuseppe Orsi, Kurt Seelmann and Stefan Smid

Nationen und Gerechtigkeit ist ein vielschichtiges Thema. Was sind Nationen, rechtsphilosophisch gesehen? Sollen wir sie in Analogie zu natürlichen Personen sehen und ihnen Selbstbestimmung auch gegen ihre eigenen Bürger zuschreiben? Oder ist Gerechtigkeit im Inneren auch gegen Nationen – gar mit Gewalt – durchzusetzen? Und wie verhält sich eine Nation gerecht gegenüber Migranten, die ihr noch nicht angehören, aber angehören wollen? Wie schließlich müssen Nationen miteinander umgehen, damit man ihr Verhältnis zueinander als gerecht bezeichnen kann? Und haben die Stärkeren insoweit auch Verantwortung gegenüber den Schwächeren, bürdet zudem die Geschichte von Imperialismus und Kolonialismus besondere Pflichten auf? Solche und weitere Fragen stellen sich die Autoren dieses Bandes.
Aus dem Inhalt: Michael Schefczyk: Rawls und die Verantwortung von Nationen – Ulrich Steinvorth: Was sind Nationen und in welchem Verhältnis stehen sie zueinander? Kritische Bemerkungen zu Rawls – Eike Bohlken: Das Recht auf kulturelle Differenz als Bestandteil einer interkulturellen Ethik. Überlegungen zur Vereinbarkeit von Integration und Gruppenrechten kultureller Minderheiten – Martino Mona: Transnationale Gerechtigkeit und Humankapital: Zur Widerlegung des brain drain Arguments gegen ein liberales Recht auf Immigration – Manuel Probst/Reto Winckler: Ted Honderich’s Justification of Palestinian Terrorism. A Critique – Claus Dierksmeier: Quantitative oder qualitative Freiheit? – Jean-Claude Wolf: Fairness in der Strafbegründung – Delf Buchwald: Wahrheitsbegriffe in der Jurisprudenz. Ein prinzipiell neuer Ansatz.