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Selbst-Überschreitung

Grundzüge der Ethik - entworfen aus der Perspektive der Gegenwart

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Cohns in der Emigration geschriebene und von den Erfahrungen des Faschismus durchsetzte dialektisch-kritische Ethik ist unter dem leitenden Prinzip der «Prävalenz des Positiven» getragen von der Spannung zwischen allgemeinem Sollen und erlebter Gegenwärtigkeit menschlichen Handelns, das immer zukunftsgestaltend ist. Grundlage dieser Verantwortungsethik ist die Fähigkeit des einzelnen zur Selbst-Überschreitung. Sie führt zur Personwerdung und zu einer allmenschlichen Gesinnung, wenn sie nicht nur theoretisch bleibt, sondern «sich als Gefühl belebt und als Gesinnung erstarkt». Gesinnung ist Wert-Haltung. Denken und Erleben stehen in dieser Ethik in dialektischer Spannung wie auch Vernunft und Gefühl, Personethos und Berufsethos, Individualismus und Sozialismus, Wissen und Haltung, Legalität und Legitimität, Rationalität und Mythos. Traditionsverarbeitung und Zukunftsgestaltung kennzeichnen diese Ethik.
Aus dem Inhalt: Ethik in der Gegenwart - Ich selbst. Reflexion als Grundlegung - Ich und Du. Das Kerngebiet der Ethik - Gemeinschaft und Geschichte - Die sittlichen Probleme der Gegenwart - Konflikt und Entscheidung - Menschheit - Freiheit und Einheit - Metaphysische und religiöse Selbst-Überschreitung der Ethik.