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Bidault, der MRP und die französische Deutschlandpolitik, 1944-1948

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Reinhard Schreiner

Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges forderte die französische Regierung die Abtrennung eines «Rhein-, Ruhr- und Saargebietes» von Deutschland. Diese Politik einer Zergliederung der deutschen Staatlichkeit wurde erst 1948 durch die Ratifizierung der Londoner Empfehlungen aufgegeben. Die Entstehung des Ost-West-Gegensatzes, aber auch eine innerfranzösische Opposition waren hauptverantwortlich dafür, dass sich das Konzept einer friedfertigen Behandlung eines ungeteilten Deutschlands gegenüber dem nationalistisch geprägten, von de Gaulle initiierten Konzept durchsetzen konnte. Aussenminister Georges Bidault und seine Partei, der «Mouvement Républicain Populaire» (MRP), spielten eine Schlüsselrolle in diesem kompliziert verlaufenden Prozess.
Aus dem Inhalt: Französische deutschlandpolitische Konzepte während der Besatzungszeit, 1940 bis 1944 - Die Deutschlandpolitik de Gaulles - Offizielle Kontinuität während des Tripartismus - Isolierung Bidaults in der «Dritten Kraft».