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Der Schutz des Dritten in der europäischen Mobiliarzwangsvollstreckung

Eine rechtsvergleichende Untersuchung vor dem Hintergrund der Verordnung (EG) Nr. 805/2004 zur Einführung eines Europäischen Vollstreckungstitels für unbestrittene Forderungen

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Bastian Rotmann

Der europäische Binnenmarkt bedingt durch die Verwirklichung des freien Warenverkehrs eine wachsende Anzahl grenzüberschreitender Vollstreckungsverfahren. Damit besteht auch für unbeteiligte Dritte vermehrt die Gefahr, unberechtigt aufgrund ausländischer Titel durch Vollstreckungsmaßnahmen betroffen zu werden. Die Arbeit untersucht daher die Drittwiderspruchsklage im europäischen Kontext als Rechtsbehelf gegen solche Maßnahmen. Dazu wird zunächst ein funktioneller Rechtsvergleich mit dem italienischen, englischen und österreichischen Recht durchgeführt, der sowohl auf die verfahrens- als auch materiellrechtlichen Grundlagen eingeht und die Frage aufwirft, ob der Dritte in den Rechtsordnungen in vergleichbarer Weise Rechtsschutz erfährt. Daraufhin wird erörtert, in welcher Weise der vollstreckungsrechtliche Schutz des Dritten, insbesondere auch im Hinblick auf grenzüberschreitende einstweilige Maßnahmen, im europäischen Zivilprozessrecht verwirklicht ist. Abschließend wird der Einfluss der Einführung eines Europäischen Vollstreckungstitels für unbestrittene Forderungen auf das System des Drittschutzes untersucht.
Aus dem Inhalt: Drittwiderspruchsklage – Rechtsvergleich mit italienischem, österreichischem und englischem Recht – Rechtsschutz Dritter gegen einstweilige Maßnahmen – Rechtsschutz in grenzüberschreitenden Vollstreckungsverfahren – Maßnahmen des einstweiligen Rechtsschutzes nach Art. 47 EuGVO – Europäischer Vollstreckungstitel für unbestrittene Forderungen.