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«Spott und Tadel»

Lessings rhetorische Strategien im antiquarischen Streit

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Pawel Zarychta

«Jeder Tadel, jeder Spott, den der Kunstrichter mit dem kritisierten Buch in der Hand gut machen kann, ist dem Kunstrichter erlaubt» – schrieb Lessing selbst über sein Vorgehen in dem sogenannten «antiquarischen Streit». Dieser trug sich in den Jahren 1768-1769 zu und war gegen den Hallenser Professor Christian Adolph Klotz gerichtet. Die Arbeit ist ein Versuch, die antiquarische Fehde unter dem Gesichtspunkt der darin verwendeten rhetorischen Mittel und der persuasiven Strategien zu untersuchen. Es wird hier geprüft, ob diese «Kunstgeschichte ohne Kunst» (Barner) um die Ermittlung der Wahrheit bemüht war oder es hier nur darum ging, den unliebsamen Gegner mit Hilfe von rhetorischen Mitteln – durch Spott und Tadel also – zu bekämpfen und zu kompromittieren.
Aus dem Inhalt: Rhetorische Theoriebildung zwischen 1720 und 1760 in Deutschland – Quellen und der historische Hintergrund des antiquarischen Streits – «Briefe, antiquarischen Inhalts» - Strategienvorbereitung – «Briefe, antiquarischen Inhalts» - Strategie der Verteidigung – Strategie des Gegenangriffs - Briefe 14-50 – «Abrechnung» - Briefe 51-57 – Nachspiel - «Wie die Alten den Tod gebildet» und «Über die Ahnenbilder der alten Römer» – Die Wirkung des antiquarischen Streits.