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Identität und Beziehung in ausgewählten Romanen François Mauriacs

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Hilke Behrens

Die Arbeit zeigt durch sehr textnahe Analysen, dass Mauriac in seinen Hauptwerken der 30er Jahre formal und inhaltlich innovativ auf die Infragestellung der bürgerlichen Welt durch die Moderne reagiert: Er löst sich von einer auktorialen Erzählhaltung. Er antizipiert durch die Formung seiner Charaktere Einsichten, die Soziologen zur Beschreibung moderner Gesellschaften herausgearbeitet haben. Die Arbeit zeigt, dass Mauriac auf den Verlust der Identität des Individuums, seine Vereinzelung und sein Ringen um Beziehungen produktiv reagiert: Er sieht in mitmenschlicher Begegnung die Möglichkeit, Identität und Erlösung zu finden. Darin erkennt er das Wirken eines Beziehung stiftenden Gottes. Leser können durch Begegnung mit den Romanfiguren an diesem Erlösungswerk teilhaben.
Aus dem Inhalt: Le Désert de l’AmourLe Nœud de VipèresThérèse Desqueyroux – Erlösungshoffnung – Werk des Erzählers oder des Lesers?