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Beobachten mit allen Sinnen

Grenzverwischungen, Formkatastrophen und emotionale Driften- Eine Festschrift für Bernd Scheffer

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Oliver Jahraus, Marcel Schellong and Simone Hirmer

Diese Festschrift ehrt Bernd Scheffer, Professor für Neuere deutsche Literatur an der Ludwig-Maximilians-Universität München, zu seinem 60. Geburtstag. Die Beiträge von Schülern, Kollegen und Freunden greifen jene Impulse auf, die von seinen Überlegungen zu medientheoretischen Grundfragen ausgehen. Sie perspektivieren die Unschärfen, unklaren Grenzziehungen, Vagheiten und Grauzonen, in denen sich die Medien ihrer Wissenschaft und Verwissenschaftlichung entziehen, wo aber das Spannende, das Entscheidende, das Faszinierende und vor allem und keineswegs zuletzt das – emotional – Bewegende sich vollzieht. Beobachtet werden intermediale Phänomene im Grenzbereich z. B. von statischer und bewegter Schrift, Literatur und Musik, Film und Kultur, Realität und Fiktion, Medium und Subjekt.
Aus dem Inhalt: Michael Lentz: «Anschauen, ein Ausland» – Josef Anton Riedl: Akustisches Lautgedicht, Optisches Lautgedicht – Stefan Schwerdtfeger: Skagen-Zeit für Bernd Scheffer – Friedrich W. Block/Benjamin Meyer-Krahmer: Experimentelle Existenz und Selbsttheater. Zur Kunst der Selbstbeobachtung bei Carlfriedrich Claus und Dieter Roth – Siegfried J. Schmidt: Die Bilder, die tausend Worte und die Medien, oder: Wenn von Bildern die Rede ist – Maximilian Giuseppe Burkhart: «Triumph des Todes ... Mysterium der Liebe». Phantasia - Eros - Thanatos. (Prolegomena zu einer Ethik der vollendeten Zukunft, I) – Klaus Peter Dencker: TEXT BEWEGT. Kinetische Poesie – Heike Sperling: Motion Graphics: Anwendung und Kriterien – Nina Ort: «Total verrückt! - Die Welt ist schön!» – Stephan Packard: Qualizeichen gehören verboten! - Zur Verwechselbarkeit von Realität und Fiktion aus semiotischer Sicht – Daniel Krause: Architektur intermedial oder: Häuser als Zeichen? – Marcel Schellong: Was klingt an «Fümms bö wö tää zää Uu...»? Überlegungen zur Lautpoesie und der Konstitution des Musikalischen – Christina Scherer: «Creating a believable truth»: Die Konstruktion von Authentizität in BLOODY SUNDAY und UNITED 93 von Paul Greengrass – Alexander Kolerus: Tristan und Isolde im Wilden Westen oder von der Kunst, eine Liebesgeschichte zu erzählen – Christine Stenzer: Takeshi Kitano als filmender Philosoph des japanischen Identitätsdiskurses und diplomatischer Gesellschaftskritiker – Oliver Jahraus: Spiegelungen, Doppelungen, Spaltungen - zur optischen Codierung des Subjekts in der Krise. Ein Beitrag zur «Literaturgeschichte als Vorgeschichte der Filmgeschichte».