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Außenseitertum und metaphysisches Exil

Eine vergleichende Auseinandersetzung mit den Werken Emil Ciorans und Josef Winklers

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Maria Ioana Sarca

Diese vergleichende Analyse der Texte Emil Ciorans und Josef Winklers impliziert eine Gegenüberstellung der Themen und Motive, der literarischen Strategien sowie der poetisch-ästhetischen Grundhaltungen beider Autoren. Die komparatistische Studie beleuchtet Winklers Selbstverständnis als Schriftsteller aus verschiedenen Blickwinkeln. Aus dem Vergleich mit Cioran eröffnen sich neue Erkenntnismöglichkeiten: Winklers Affinitäten zu den französischen Existentialisten, Jean Genet und Jean Amery, die Oszillation zwischen Aphorismus, Fragment und Erzählung, die Harmonie der Gegensätze in seinen Romanen. Als Leitmotive der Werke Ciorans und Winklers erweisen sich die Kategorien von Außenseitertum und metaphysischem Exil. Als existentielle Außenseiter fungieren Winklers Romanfiguren und das metaphysische Exil artikuliert die Lebenssituation des Vereinzelten in Ciorans Werk. Die Stileigenheiten der beiden Autoren, die Auseinandersetzung mit der Sprache und die Verführung des Schweigens werden unter dem Aspekt des «sprachlichen Exils» herausgearbeitet.
Aus dem Inhalt: Etappen der Entwurzelung: das geographische, das innere und das metaphysische Exil – Existentielles Außenseitertum: das Stigma, die Maske, der Engel – Das Übel der Geburt als zentrales Motiv in Ciorans Werk – Subversive Liebe als Illusion, Provokation und Verletzung des Sakralen – Ciorans Diskurs über den Tod zwischen der literarisch-philosophischen Tradition und seiner persönlichen Stellungnahme – Ikonographien des Entsetzens – Winklers Todesdarstellungen.