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Individualität und Romanform

Theoretische Überlegungen mit Beispielen aus dem 18. Jahrhundert

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Claudia Stehle-Schwander

Literarische Werke sind nicht nur in ihren Inhalten, sondern auch in ihrer Form durch die historische Realität bestimmt. Die Entstehung der Romanform und ihre Wandlung wird in dieser Arbeit in Bezug gesetzt zur Herausbildung und Krise des Individualismus. An vier zentralen Romanen wird untersucht, wie sich die Konstruktion der Handlung, der Erzählerstandpunkt und die Charakterkonzeption im Verlauf eines Jahrhunderts wandeln. Wenn man diese Veränderungen rückbezieht auf die Person des Autors, erweisen sie sich als ästhetische Reaktion auf die sich verändernde Welterfahrung des bürgerlichen Romanschriftstellers und geben gleichzeitig Aufschluss über die Formgesetze der Gattung Roman.
Aus dem Inhalt: Die Entwicklung des Romans als bürgerliche Kunstform - Detaillierte Formuntersuchung von Defoes «Robinson Crusoe», Richardsons «Pamela», Fieldings «Tom Jones» und «Persuasion» von Jane Austen.