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Relative Deprivation, Arbeitszufriedenheit und Betriebswechsel

Eine Analyse auf Basis von Linked Employer-Employee Daten

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Jörg Schmidt

Relative Deprivation (RD) ist der ökonomische, werturteilsfreie Ausdruck für Neid. Im Rahmen des Betriebs als Bezugsgruppe werden in der Arbeit individuelle und betriebsbezogene Ungleichheitsmaße als Indizes für RD formal hergeleitet und in das Konzept der Arbeitszufriedenheit eingebunden. Auf Basis eines Linked Employer-Employee Datensatzes für Deutschland werden zunächst ein Überblick über Ausmaß und Verteilung von RD präsentiert und die wesentlichen Determinanten von RD identifiziert. Im Anschluss wird der Einfluss von RD auf die Arbeitsmobilität untersucht. Die Analyse zeigt, dass eine hohe individuelle und betriebsbezogene RD die Wahrscheinlichkeit eines Betriebswechsels erhöht.
Der Autor: Jörg Schmidt wurde 1975 in Kassel geboren und studierte Volkswirtschaftslehre an der Universität Göttingen. Seit 2002 ist er als Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Finanzwissenschaft II der Universität Münster tätig.