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Jesaja 40,1-11 als Prolog

Ein Beitrag zur Komposition Deuterojesajas

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Peter Klein

«Prolog» ist in der klassischen Sicht der einleitende Anfang, in dem thematisch bündelnd auf das Folgende vorausgeblickt wird. Diese Auffassung wird mit dem Endtext von Jesaja 40-55 überprüft. 40,1-11 wird als Prolog bestimmt, der einem Anfang gleich, den übrigen Text durch göttliche Berufung legitimiert (40,1-8). Der thematischen Hinführung gemäß wird eine neue Heilszeit behauptet, die nach ihrer genauen Begründung in 40-55 darin gipfeln soll, dass sich Israel an die anderen Völker wendet und für Jahwe als den einzigen Gott eintritt. Während Jakob-Israel zu so einem Bekenntnis in 49,1-12 findet, bleibt es für Zion-Jerusalem beim Ausblick darauf. Dieser steht aber an pointierter Stelle in 40,9-11, wodurch dem Prolog (40,1-11) mit Vorgeschichte und Ausblick besondere Geschlossenheit zukommt.
Aus dem Inhalt: Synchronische Endtextexegese – Methodischer Zweischritt von Kohäsion und Kohärenz durch alle Texte von Jesaja 40-55 – Israel ist der Gottesknecht – Die Gattung ist ein Dreiergespräch Jahwes mit Jakob-Israel und Zion-Jerusalem – Jahwe ist der einzige Gott für Israel und die Welt – Der Glaube ist Antwort.