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Ovids Fortleben bei Puschkin

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Helmut Schneider

In dieser Arbeit wird Ovids Nachleben in der russischen Literatur am Beispiel Puschkins untersucht. Bei der Gesamtdarstellung der Ovid-Rezeption Puschkins wird die werkimmanente Interpretation als Methode bei der Analyse angewandt und der biographische und literaturgeschichtliche Kontext dargestellt. Das Schicksal der Verbannung wird als Thema von den nachfolgenden Dichtergenerationen aufgegriffen – es hat exemplarischen Charakter und steht in der Tradition aller verbannten Dichter. Der verbannte Puschkin bekundet seine Wahlverwandtschaft mit dem verbannten Ovid. In Auseinandersetzung mit Ovid wird die gesamte Verbannungsproblematik erlebt und künstlerisch verarbeitet. Ovids Klagen werden in feiner psychologischer Zeichnung nachempfunden. Puschkin vermittelt uns das Bild des Verbannten mit all seiner menschlichen und künstlerischen Problematik und liefert somit einen bedeutenden Beitrag zur Exilliteratur.
Aus dem Inhalt: Antikenrezeption in Rußland – Kulturgeschichtlicher Hintergrund der Puschkin-Zeit – Kunstproblematik am Beispiel des Mythos – Zwei Dichter - ein Schicksal – Psychologie der Verbannung – Verbannungsthematik und Exilliteratur – Der Ur-Mythos des Verbannten - Odysseus – Puschkins Bild des verbannten Ovid – Puschkins Selbstverständnis.