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Moderne Traditionen

Studien zur postkolonialen Musikgeschichte Ghanas

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Tobias Robert Klein

Die Modernisierung der traditionellen Musikkulturen Afrikas ist bisher eine Leerstelle musikwissenschaftlicher Forschung gewesen, für die sich weder um den Ausverkauf der musikalischen Überlieferung fürchtende Musikethnologen, noch die auf Europa konzentrierten Musikhistoriker begeistern konnten. Die Studie wendet sich dieser vernachlässigten Thematik im Kontext des westafrikanischen Ghana zu. Dabei berücksichtigt sie die historische Verortung «traditioneller» Musik in pan-afrikanischen und postkolonialen Diskursen ebenso wie die Biographie einzelner Musiker, das soziale Innen- und künstlerische Außenleben von Musikensembles der Millionenmetropole Accra und die allusiven Strategien, mit denen junge Hip-Hop-Musiker auf traditionelle Genres und Musikpraktiken rekurrieren.
Aus dem Inhalt: Afrikanischer Nationalismus, Moderne und Musikwissenschaft – N. G. J. Ballanta und die westafrikanische Musikhistoriographie – Ethnizität und Performanz: «Cultural Troupes» in Accra – Ensemblemusik als Arrangement: Hewale Sounds – Osei Korankye und die Wiedergeburt der Seperewa – «Imagined Commonalities» in der postkolonialen Musikkultur: Tradition, Hiplife und Civil Society.