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Die Stationsbenennungen des Klinikums der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg im Breisgau

Erinnerungskultur, kollektives Gedächtnis und Umgang mit nationalsozialistischer Vergangenheit

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Jasmin B. Mattes

Die Benennung öffentlicher Räume mit Namen historischer Persönlichkeiten ist direkter Spiegel der Erinnerungskultur. Am Universitätsklinikum Freiburg im Breisgau sind in den letzten Jahrzehnten, schwerpunktmäßig seit den 1950er Jahren, nahezu sämtliche Stationen nach berühmten Ärzten benannt worden. Die Arbeit untersucht auf der Basis einer Vielzahl archivalischer und sonstiger Quellen, wie die Benennungen zustande kamen und welche Motive dahinter standen. Ein besonderes Augenmerk richtet sich hierbei auf den Umgang mit Namen, deren Träger durch ihr Verhalten während des Nationalsozialismus belastet sind. Darüber hinaus werden sämtliche 103 Stationsnamensgeber biographisch erfasst im Hinblick auf ihren wissenschaftlichen Werdegang, ihr Arbeitsgebiet sowie gegebenenfalls ihre Haltung während der Zeit des Nationalsozialismus.
Aus dem Inhalt: Entstehung und Bedeutung der Stationsnamen des Klinikums der Universität Freiburg – Historischer Ablauf der Benennung von Stationen – Intention und Notwendigkeit zur Schaffung einer neuen kollektiven Identität für das Universitätsklinikum – Umgang mit dem Dritten Reich und nationalsozialistischer Vergangenheit am Beispiel der Namensgebung – Die ersten nach Frauen benannten Krankenstationen – Bedeutung der Mitgliedschaften in NS-Organisationen – Kurzbiographien der 103 Namensgeber.