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Der Beitrag von Karl Barths trinitarischer Grammatik zur Herausbildung einer narrativen Identität

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Ina Mähringer

Wie kann eine Geschichte in das Leben des Rezipienten eingreifen? Wie verhalten sich biblische Geschichte und christliche Identität zueinander? Welche Aufgaben ergeben sich daraus für die theologische Hermeneutik? Die Trinitätslehre als hermeneutischen Schlüssel einer narrativen Auslegung biblischer Texte zu verstehen, ist der ungewöhnliche und wenig beachtete Ansatz Karl Barths. Aus der detaillierten Erörterung seiner trinitarischen Grammatik folgt, dass eine charakteristische Beschreibung der Personalität Gottes und des Menschen nicht zu trennen ist von der unverwechselbaren Verwicklung ihrer Geschichten. Der Vergleich mit Paul Ricœurs philosophischem Entwurf narrativer Identität zeigt eine überraschende Konvergenz und markante Unterschiede, die eine christliche Identitätsbildung profilieren. In der Diskussion mit dem story-Modell Dietrich Ritschls gelingt es, die Untersuchung zu erden und exemplarisch für den Religionsunterricht Konsequenzen als Anfrage an die Religionspädagogik zu formulieren.
Aus dem Inhalt: Karl Barth – Trinitätslehre als Nukleus biblischer Theologie und Kern narrativer Theologie – Identitätsbildung Gottes und des Menschen – Offenbarung und Geschichte – Theologische Hermeneutik – Paul Ricœur – Christlich-narrative Identität – Verhältnis von Literatur und Rezipient – Ludwig Wittgenstein – Sprachspiele – Trinitarischer Zeitbegriff – Dietrich Ritschl – story-Modell – Verhältnis von Dogmatik und Ethik – Lebenswelt der Gläubigen als Teilhabe am Leib Christi – Aufgabe an die Religionspädagogik.