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Das «Wunderhorn»

Zur konzeptionellen Bedeutung der Titelkupfer zu Achim von Arnims und Clemens Brentanos Liedersammlung «Des Knaben Wunderhorn»

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Misako Hori

Anhand der ausführlichen philologischen Analyse der berühmten Wunderhorn-Sammlung stellt diese Arbeit erstmals dar, wie bedeutend die zwei Titelkupfer, auf denen unterschiedliche Hörner gezeigt werden, für die jeweilige Konzeption der Anthologie Arnims und Brentanos sind. Das erste Titelkupfer wird vor allem als Symbol der innigen Freundschaft der jungen Dichter gedeutet, das zweite als Hinweis auf die geistliche Ausrichtung des zweiten Teils. Die beiden Titelkupfer spiegeln die spontanen, dichterisch ganz originellen Gedanken der jungen Romantiker wider, in denen der poetische Reiz des Wortes Wunderhorn, seine vielfältige Möglichkeit zum Wortspiel und zur Assoziation eine bedeutende Rolle spielen.
Aus dem Inhalt: Zwei unterschiedliche Hornmotive auf dem Titelkupfer – Die Vieldeutigkeit des Kernwortes Wunderhorn als poetischer Reiz zu Wortspiel und Assoziation – Der Austausch der Freundschaftsgedichte von 1803 als Ausgangspunkt für die Werkgemeinschaft Arnim – Brentano – Die Einwirkung der Rezension Goethes auf die Redaktion des zweiten Teils – Der Unterschied der Anthologietitel zwischen dem ersten und dem zweiten Teil als Hinweis auf die Änderung des poetischen Programms.