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Qualifikation zum Offizier?

Eine Inhaltsanalyse der Einstellungsvoraussetzungen für Offiziere vom Kaiserheer zur Bundeswehr

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Ingrid Welcker and Fritz F. Zelinka

Nicht bloss Kragenspiegel und Rangabzeichen heben den Offizier aus der Masse der Soldaten heraus sondern auch die Zuschreibung bestimmter Eigenschaften, Fähigkeiten und Fertigkeiten - Qualifikationen also. In den Offiziersergänzungsbestimmungen sind diese festgeschrieben und gelten als rekrutierungspolitischer Massstab. Seine Kriterien, ihre Angemessenheit und gesellschaftliche Anbindung, beschreibt die vorliegende Untersuchung; sie werden mit Blick auf das allgemeine (Aus)Bildungssystem, auf familiäre und herkunftsbedingte Sozialisation und auf rollendeterminierende Erwartungshaltungen der Entscheidungsinstanzen inhaltsanalytisch abgefragt. Verändert sich die Gewichtung von formalen, funktionalen und sozialen Qualifikationen in den bisherigen Epochen des 20. Jahrhunderts? Verlangt die Bundeswehr tatsächlich andere Offiziersqualifikationen als die Wehrmacht, das Reichs- oder Kaiserheer?
Aus dem Inhalt: Militär: gesellschaftliche Organisation - Offizier: Verantwortung, Legitimation, Produktivität - Offiziersqualifikation: rollen- und verhaltenserwartungsdeterminiert; bildungsgebunden; sozialisations-, arbeitsplatz- und leistungsabhängig; formal, funktional und extrafunktional - Qualifikationsvergleiche: Kaiserheer, Reichsheer, Wehrmacht, Bundeswehr; - Kennzeichen: Atavismus?