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Die «Chronik» Arnolds von Lübeck

Neue Wege zu ihrem Verständnis

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Stephan Freund and Bernd Schütte

Der zwischen 1211 und 1214 gestorbene Arnold war seit 1177 Abt des Lübecker Johannisklosters. Aus dieser norddeutschen, zugleich aber vom benediktinischen Mönchtum geprägten Sicht verfaßte er eine von 1172 bis 1209 reichende Chronik, die eine der wichtigsten Quellen der Stauferzeit darstellt. Der von der älteren Forschung hauptsächlich für die Faktengeschichte ausgebeutete Text wurde auf einer 2005 in Jena veranstalteten Tagung aus unterschiedlichen Blickwinkeln erstmals mit modernen historiographiegeschichtlichen Fragestellungen untersucht. Als Resultat stellte sich unter anderem heraus, daß sich Arnolds ausgesprochen vielschichtiges Werk auf Grund seiner Darstellungsabsichten und Adressaten einer strengen Zuordnung zu nur einer literarischen Gattung entzieht.
Aus dem Inhalt: Stephan Freund: Arnold von Lübeck und seine «Chronik» - Zur Einleitung – Helmut G. Walther: Die handschriftliche Überlieferung der Chronik Arnolds von Lübeck – Oliver Auge: Probleme der Übersetzung von Arnolds Chronik: Ein Werkstattbericht – Stephan Panzer: Die Chronik Arnolds von Lübeck - Darstellungsabsicht und Adressaten – Stephan Freund: Symbolische Kommunikation und quellenkritische Probleme - Arnold von Lübeck und das Mainzer Pfingstfest von 1184 – Bernd Schütte: Staufer und Welfen in der Chronik Arnolds von Lübeck – Volker Scior: Zwischen terra nostra und terra sancta. Arnold von Lübeck als Geschichtsschreiber – Matthias Hardt: Lübeck in der Zeit des Chronisten Arnold – Christian Lübke: Arnold von Lübeck und die Slaven – Stephan Freund/Bernd Schütte: Zusammenfassung oder: Von der Unmöglichkeit einer Kategorisierung.