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Die strafrechtliche Relevanz von Sportverletzungen

Zur Problematik des Schutzes der körperlichen Unversehrtheit, insbesondere im Fußballsport

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Lutz Hähle

Gegenstand und Ziel dieses Buches ist es, einen der Praxis und den strafrechtsdogmatischen Ansprüchen gerecht werdenden Lösungsansatz für die Problematik der strafrechtlichen Relevanz von Sportverletzungen zu entwickeln. Neben den traditionell diskutierten Erklärungsansätzen wie der (Risiko-)Einwilligung, der Sozialadäquanz und des «erlaubten Risikos» geraten vor allem die Rechtsinstitute der «eigenverantwortlichen Selbstgefährdung» und der «einverständlichen Fremdgefährdung», welche bis dato in dogmatisch fragwürdiger Weise nach Tatherrschaftsgesichtspunkten voneinander getrennt werden, in den Fokus. Durch die schließlich aufgezeigten Grundsätze der Eigenverantwortlichkeitsgefährdung wird zum einen ein alternativer, allgemeiner Prüfungsmaßstab für die Fallgruppe der «eigengefährdenden Opferverhaltensweisen» vorgestellt. Zum anderen wird zugleich die dogmatische Grundlage für eine Lösung der Sportverletzungsproblematik geschaffen.
Aus dem Inhalt: Rechtliche Relevanz von Sportregeln – (Risiko-)Einwilligung, «erlaubtes Risiko», Sozialadäquanz und Sportadäquanz – «Einverständliche Fremdgefährdung», «eigenverantwortliche Selbstgefährdung» und die Argumente für deren Gleichbehandlung im Fahrlässigkeitsbereich – Anwendung der übergreifenden Grundsätze der Eigenverantwortlichkeitsgefährdung auf die Sportverletzungsproblematik – Konkrete Abgrenzung zwischen strafbarer Körperverletzung und strafloser Sportbetätigung mittels entwickelter Sportlerexzesskriterien – Dogmatische und praktische Gründe gegen einen Strafausschluss im Vorsatzbereich.