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Bedingte Ordnungen

Repräsentationen von Chaos und Ordnung bei Walt Whitman, 1840-1860

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Elisabeth Hecker-Bretschneider

Bedingte Ordnungen zeigt am Beispiel des amerikanischen Dichters Walt Whitman (1819-1892), wie in den Vereinigten Staaten vor Ausbruch des Bürgerkriegs um die Bedeutung und Wertung der Begriffe ‘Chaos’ und ‘Ordnung’ gerungen wurde. Durch Rückgriff auf sprach- und kulturwissenschaftliche Methoden spürt die Autorin explizite und implizite Repräsentationen von Chaos und Ordnung bei Whitman auf und interpretiert sie im Kontext diverser Reformbewegungen und politischer Debatten. Dabei werden Whitmans konzeptionelle Anleihen bei Wissenschaften und Pseudowissenschaften (Phrenologie, Mesmerismus und ‘Harmonische Philosophie’) ebenso evident wie umgekehrt seine gezielte Umwertung der Bezeichnungen ‘kosmos’, ‘disorder’ und ‘order’. Neben den ersten drei Ausgaben der Leaves of Grass untersucht die Autorin auch die frühen Erzählungen, den Roman Franklin Evans (1842) sowie Whitmans Notizbücher und journalistische Arbeiten der 1840er und 1850er Jahre.
Aus dem Inhalt: Methodologie zur Erfassung und Analyse expliziter und impliziter Repräsentationen von Chaos und Ordnung – Kenneth Burkes Tautological Cycle of Terms Implicit in the Idea of Order – Chaos und Ordnung in historischen Wörterbüchern – Chaos und Ordnung in den frühen Erzählungen – Der Roman Franklin Evans im Kontext der amerikanischen Abstinenzbewegung – Die Grenze und das Chaos: Whitmans Novelle Arrow-Tip – Whitman als Agitator – Chaos und Ordnung in Leaves of Grass (1855-1860).