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Das Grundrecht der Religionsfreiheit in seiner historischen Entwicklung

Werdegang in den norddeutschen Ländern

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Julia Kaupisch

Vor dem Hintergrund des modernen Staatsgedankens der Aufklärung gelang es der individuellen Religionsfreiheit, sich zunächst zu einem staatlich geachteten Bürgerrecht und schließlich zu einem staatlich garantierten Menschenrecht zu entwickeln. Die Arbeit dokumentiert diese wechselhafte Entwicklung am Beispiel der norddeutschen Länder und greift dabei auf eine reiche Auswahl von Verfassungstexten, Verfassungsverhandlungen und zeitgenössischen Kommentaren zurück. Dabei werden die Einflüsse der Aufklärung und vor allem die Konstitutionalisierung des Staatswesens durch politische und gesellschaftliche Entwicklungen in den Blick genommen, Fragen der kollektiven Religionsfreiheit berührt und schließlich die späteren reichsrechtlichen Entwicklungen nachvollzogen.
Aus dem Inhalt: Das Zeitalter der Aufklärung in Norddeutschland, insbesondere in Preußen – Übergang zu Konstitutionalismus – Die Revolution von 1848 und die Ära der Reaktion – Über die Verfassung des Norddeutschen Bundes zur Reichsverfassung von 1871 – Der Kulturkampf im Reich und in Preußen – Der Toleranzantrag von 1900 und seine mittelbaren und unmittelbaren Folgen.