Show Less
Restricted access

Der andere Anders

Günther Anders als Musikphilosoph

Series:

Reinhard Ellensohn

Günther Anders’ Musikphilosophie, die nahezu vergessen ist, wird hier erstmals umfassend dargestellt und erörtert. Diese erweist sich als von hoher Originalität: ausgehend von der «musikalischen Situation», in der sich der Hörende/Musizierende befindet, liefert Anders eine Phänomenologie bzw. Existenzialontologie der Musik, die sich stark an Heideggers Daseinsanalyse aus «Sein und Zeit», aber auch an Hegel orientiert. Dabei beschreibt er die «musikalische Existenz» als spezifisches «Nicht-in-der-Welt-sein» und entwickelt eine genuine Musikanthropologie. Seine spätere «Diskrepanzphilosophie», die Technik- und Medienkritik, speist sich wesentlich aus diesem musikphilosophischen Denken. Darüber hinaus hat Anders zu den Themen Musik (bzw. Kunst) nach Auschwitz und Hiroshima, Musik und technische Reproduzierbarkeit wichtige Beiträge geliefert.
Aus dem Inhalt: Die Musik in Günther Anders’ Entwicklung zum Philosophen – Die frühe Musikphilosophie: Musikphänomenologie, Existenzialontologie der Musik, Musik als Musik des Menschen – Von der Musikphilosophie zur Musiksoziologie – Musik im späteren Werk: Musik & Sprache, Musik & Technik, Musik (Kunst) nach Auschwitz und Hiroshima.