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Die Europäische Union als Zivilmacht

Eine Analyse über das außenpolitische Verhalten der Europäischen Union in den Internationalen Beziehungen auf der Grundlage einer weiterentwickelten Zivilmachtkonzeption

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Dirk Tritsch

Spätestens seit dem Ende des Ost-West-Konfliktes steht die Europäische Union nicht mehr im Schatten der Supermächte, sondern fordert im zunehmenden Maße ihre Rolle im internationalen System ein. Dabei ist zu hinterfragen, welche Rolle die EU überhaupt anstrebt und welche Konsequenzen sich hieraus ergeben. Um die erste Frage zu beantworten, ist eine historische Betrachtung von großem Wert. Hier wird deutlich, dass die EU spezifische Werte – wie Demokratie, Freiheit und Zivilisierung – von Beginn an für sich einforderte und diese seitdem nach innen und nach außen transportiert. Die Entwicklung der EU ist daher als eine zivilmachtspezifische Entwicklung zu sehen. Dies führt zur zweiten Frage. Das Rollenkonzept der Zivilmacht birgt nämlich einige Konsequenzen in sich, die als Verhaltenszwänge auf dem Rollenträger selbst lasten und somit auch sein Agieren in den Internationalen Beziehungen erheblich beeinflussen.
Aus dem Inhalt: Die theoretischen Grundlagen - der Konstruktivismus in den Internationalen Beziehungen – Das Rollenkonzept der Zivilmacht – Zivilmacht und der Zwang zur Macht – Die Europäische Union in der Rolle der Zivilmacht? – Forschungsausblick.