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Mikrologie

Reflexionen zu einer kritischen Theologie

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Karl Friedrich Reith

Mikrologie ist entwerfend, triftig erst im Verlauf. Sie ist kritische Theologie, bezieht sich auf die christliche Tradition, deren Erbe im Blick. Mikrologie stellt sich kritisch dem wissenschaftlichen Diskurs, übt daher zunächst Kritik an Theologie, wenn diese sich totalitär (makrologisch) gebärdet. Mikrologie geht um des Menschseins willen gegen das verdinglichte und verdinglichende Denken und dessen Zwangscharakter an. Sich heutigen Grundfragen stellend verzichtet Mikrologie auf bekenntnispositi- vistische Einschränkungen humaner Wahrheitsansprüche. Daher kann sie angesichts drohender totaler atomarer wie ökologischer menschlicher Selbstvernichtung im Überleben der Menschheit ihre erste Wahrheit finden, der sich das Christentum stellen muss, will es noch lebensorientierend sein.
Aus dem Inhalt: U.a. Sinngebung angesichts möglicher globaler Selbstvernichtung - Das «Ganze» als negative Totalität - Kritik an G. Sauters Sinnaporetik und Offenbarungspositivismus, an W. Pannenbergs Hermeneutik der «Ganzheit», an H. Peukerts Fundamentaler Theologie einer aporetischen Kommunikationstheorie - Die ideale Kommunikationsgemeinschaft als mikrologische Eschatologie.