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Zur Sättigung der Valenz in den «Kleinen Meldungen» des Typus Notiz

Eine pragmatisch fundierte Analyse

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Mariikka Majorin

Gegenstand der Untersuchung ist die sogenannte pragmatische Valenz, die zuerst in der Forschungsliteratur recherchiert und dann im Lichte einer empirischen Analyse reflektiert wird. Als Untersuchungsmaterial dient eine Sammlung von «Kleinen Meldungen» aus der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. Der praktischen Analyse wird ein Konzept zugrunde gelegt, in dem einerseits eine Valenz der Systemebene und andererseits eine Valenz im Sprachgebrauch unterschieden werden. Dabei werden des Weiteren auf der kommunikativen Ebene eine Oberflächenbeschreibung – Realisierung der Systemvalenz, d.h. Vorhandensein bzw. Fehlen von Ergänzungen – und eine Beschreibung auf der semantisch-kognitiven Ebene – Sättigung der Systemvalenz – differenziert. Das Ziel der empirischen Analyse ist, Erklärungen für solche Fälle zu finden, in denen die in den Valenzlexika verbuchte Systemvalenz auf irgendeine Weise modifiziert wird, d.h. eine im Valenzwörterbuch als obligatorisch kodifizierte Ergänzung ausbleibt, eine fakultative Ergänzung abwesend oder eine fakultative Ergänzung vorhanden ist. Darüber hinaus wird die Rolle der Angaben bei der Sättigung der Systemvalenz in der empirischen Materialbasis kommentiert.
Aus dem Inhalt: Valenz und Dependenz – Zur sogenannten pragmatischen Valenz – Zur Korpusuntersuchung – Zur Textsortenspezifik der «Kleinen Meldungen» – Zur valenztheoretischen Analyse des Korpusmaterials – Zur Einordnung der Belege in die Modifikationstypen.