Show Less
Restricted access

Dialekt und Identität

Diglottale Sozialisation und Identitätsbildung

Series:

Paul Esser

Es geht um die Frage, ob ein Kind, welches seine Sozialisation weitgehend durch ein sprachliches Medium leisten muss, das von wesentlichen Sektoren seiner gesellschaftlichen Umgebung diskriminiert wird, die für die Vertretung seiner Interessen nötige Ich-Stärke entwickeln kann. Kann es ein positives Selbst- und Weltbild entwickeln? Was widerfährt seinem Selbstverständnis bei einem forcierten Wechsel vom Dialekt zur Hochsprache, einem Wechsel von zwei Varietäten also, die beide als schichtspezifische Sozialsymbole fungieren und einen wichtigen Faktor der Identitätsbildung repräsentieren?
Aus dem Inhalt: U.a. Der Zusammenhang zwischen Sprachherkunft, sprachlichem Selbstverständnis und Persönlichkeitsentwicklung - Forderungen an einen dialektorientierten Sprachunterricht.