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Die Privatrechtskodifikation im juristischen Universitätsstudium

Problemanalyse im Spiegel historischer Reformdiskussionen

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Matthias Bäumer

Mit der Einführung von Privatrechtskodifikationen seit dem 18. Jahrhundert begann ein Prozess der Nationalisierung der Rechtswissenschaft und des juristischen Universitätsstudiums. Heute wird die Rolle nationaler Gesetzbücher als Lehrgegenstand des Studiums angesichts zunehmender Internationalisierung des Rechts in Frage gestellt und über eine Rückbesinnung auf die gemeinsamen Wurzeln der nationalen Rechtsordnungen nachgedacht. Vor diesem Hintergrund wird am Beispiel des Allgemeinen Preußischen Landrechts und des BGB untersucht, wie sich die Einführung der Kodifikationen auf das juristische Studium ausgewirkt hat. Gegenstand der Untersuchung sind dabei insbesondere historische Reformdiskussionen, die infolge der Einführung der Gesetzbücher über die Gestaltung des Studiums geführt wurden. Abschließend wird auf mögliche Konsequenzen für die künftige Entwicklung des Rechtsstudiums hingewiesen.
Aus dem Inhalt: Das Allgemeine Landrecht und das Privatrechtsstudium an den preußischen Rechtsfakultäten des 19. Jahrhunderts – Savigny und die lehrmäßige Behandlung des Allgemeinen Landrechts – Krise der Juristenausbildung in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts – Umgestaltung des Rechtsstudiums anlässlich der Einführung des BGB – Die Eisenacher Konferenz von 1896 – Nationale Gesetzbücher als Lehrgegenstand des Studiums und die Europäisierung des Privatrechts.