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Pietro Andrea Ziani

Varietas und Artifizialität im Musiktheater des Seicento

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Saskia Maria Woyke

Die Opern von Pietro Andrea Ziani (1616-1684) dominierten im venezianischen Theaterleben der 1660er und 1670er Jahre. Dank der engen Zusammenarbeit des Komponisten mit der reisenden Operntruppe der «Febiarmonici» erklangen die von ihm vertonten «drammi per musica» in vielen Städten Italiens. Überdies waren seine Werke auch an den Höfen von Wien und Neapel präsent, an denen Ziani zeitweise die Position eines Kapellmeisters bekleidete. Diese Gesamtdarstellung erschließt sämtliche Quellen zu Zianis Opern sowie alle erhaltenen Dokumente zur Biographie des Komponisten; ein Katalog der Librettodrucke und Partiturhandschriften wird ergänzt durch einen Vergleich aller überlieferten Fassungen von Libretto und Partitur der Erst- und Folgeaufführungen. Die für die venezianische Opernkultur des Seicento grundlegenden Kategorien von Varietas und Artifizialität werden nicht nur in Textstruktur und Frontispiz der Libretti, sondern auch in Zianis Korrespondenz sowie in seiner Kompositionsweise nachgewiesen.
Aus dem Inhalt: Varietas, Artifizialität und Allegorie in Biographie und Opernproduktion – Biographie unter besonderer Berücksichtigung der Kompositionstätigkeit – Opernsujets - Stoffgeschichte und Ikonographie im Zeichen der Varietas – Beseelung der Verse – Charakteristika der Musik – Frontispizien der Libretti – Thematischer Katalog mit Wortlaut der Vorreden der Librettodrucke und Arienincipits.