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Die Entstehung und Fortbildung des Reichserbhofgesetzes

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Christian Böse

Das Reichserbhofgesetz (REG) stellt einen Bruch in der Entwicklung des deutschen Agrarrechts dar. Als eines der Leitgesetze des Dritten Reichs spielte es eine Vorreiterrolle bei der Umgestaltung der Rechtsordnung im nationalsozialistischen Ungeist. Mit der gesetzlichen Umsetzung der Ideologie von «Blut und Boden» postulierten seine Verfasser den Anspruch, ein neues «Grundgesetz des deutschen Bauerntums» zu schaffen, das weit über den Regelungsbereich bisheriger Anerbengesetze hinausging. Die Arbeit behandelt die Entstehungsgeschichte der Einzelbestimmungen des Reichserbhofgesetzes und ihre Fortbildung im Verordnungsweg in den Jahren 1933 bis 1945. Die Auswirkungen des Gesetzes in der Praxis und die Reaktionen der Ministerialbürokratie hierauf stehen dabei im Mittelpunkt.
Aus dem Inhalt: Anerbenrecht und deutsche Agrarverfassung – Darre und die Ideologie von «Blut und Boden» – Entstehung des Reichserbhofgesetzes – Fortbildung im Verordnungsweg – Reichserbhofgesetz in der NS-Rechtsordnung – Anerbenbehörden – Erbhof – «Bauer», Bauernfähigkeit und «Abmeierung» – Erbfolge kraft Anerbenrechts – Alleineigentum und Ehegattenerbhof – Erbhof im Rechtsverkehr unter Lebenden.