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Weltordnung und Bildung

Versuch einer kosmologischen Grundlegung barocken Erziehungsdenkens bei Georg Philipp Harsdörffer

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Karl Helmer

Das 17. Jahrhundert war in mancher Hinsicht eine Zeit des Umbruchs. Die Abkehr von kosmologischem Denken und die gleichzeitige Hinwendung zu einzelwissenschaftlicher Orientierung und die Betonung des Einzelsubjekts hinterliessen bleibende und heute allerorten noch spürbare Folgen. In unserer Zeit nimmt die Kritik an den Einzelwissenschaften zu, sie bieten nur noch unzulängliche Hilfe für die Entscheidungen und das Handeln des Menschen. Die Entwicklung der Naturwissenschaften, insbesondere der Physik, macht heute eine Betonung übergreifender, kosmologisch orientierter Theorien notwendig, weil einzelwissenschaftliche Beschreibung am Ende hilflos wird. Diese Umwälzung fordert auch eine Neubesinnung der Humanwissenschaften. Die Untersuchung der Theorien und Lehren Harsdörffers mag dabei angesichts heutiger Probleme neue Denkweisen und Fragen eröffnen.
Aus dem Inhalt: Kombinatorik und Spiel in Sprache und Mathematik als Grundelemente kosmologischen Denkens im 17. Jahrhundert - Kosmologie contra Einzelwissenschaften - Die diesseitig moralische Bindung der Wissenschaften und Künste - Lehrende Wissenschaft und vermittelnde Artes - Sprachtheorie (Schottelius) und Spracharbeit (Harsdörffer) - Lexikographie als Paradigma der Ordnung der Welt.