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Text- und Sinnstrukturen in Erzählungen

Von Boccaccio bis Echenoz

Series:

Ekkehard Eggs and Hans Sanders

Dieser Band versammelt sprach- und literaturwissenschaftliche Analysen und Interpretationen zu Texten von Boccaccio, Flaubert, Maupassant, Proust, Lampedusa und Echenoz, die aus Forschungsschwerpunkten des Romanischen Seminars der Universität Hannover entstanden sind. Alle Beiträge zielen darauf ab – trotz unterschiedlicher methodischer Zugriffe – die untersuchten literarischen Erzählungen in dem Sinne ‘beim Wort’ zu nehmen, dass sie durch eine genaue Analyse der je spezifischen Text- und Sinnstrukturen auch deren besondere Formen ästhetisch-ethischer Welterschließung und alltagsweltlicher Sinngebung hermeneutisch freizulegen suchen. Damit wenden sie sich gleichermaßen gegen isolierend-deskriptive Ansätze, die Literatur nur als Fundgrube für bestimmte narrative, diskursive oder konversationelle Techniken sehen, wie gegen generalisierend-spekulative Ansätze, für die literarische Texte nur noch als Projektionsfläche kultureller oder epistemologischer Theorieentwürfe dienen.
Aus dem Inhalt: Hans Sanders: Der beobachtete Beobachter: Béroul und Boccaccio – Ekkehard Eggs: Darstellungstechniken, Handlungsschürzung und Sinnräume in Flauberts Madame Bovary – Christoph Bürgel: Konstruktion und Rekonstruktion von Emotionen und Charakteren in Erzähltexten – Sylvia Kindlein: Der Augenblick des Anderen. Die erste Begegnung mit dem Baron de Charlus in Marcel Prousts A la recherche du temps perdu – Ekkehard Eggs/Peter Scotti: Erzählform, Ethos und Pathos in Gattopardo von Lampedusa und von Visconti – Christine Keidel: Fragmentarisches Erzählen in Jean Echenoz’ Roman Cherokee.