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Ernst Hadermann. Bildungsdenken zwischen Tradition und Neubeginn

Konzepte zur Umgestaltung des Bildungswesens im Nachkriegsdeutschland

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Dieter Kirchhöfer and Christa Uhlig

Ernst Hadermann gehörte als kriegsgefangener Wehrmachtsoffizier zu den führenden Persönlichkeiten des 1943 in der Sowjetunion gegründeten Nationalkomitees «Freies Deutschland». Sein Aufruf zur Beendigung des Krieges und zum Sturz des Hitlerregimes im Mai 1942 machte ihn populär. Weniger bekannt wurde der charismatische Pädagoge Hadermann, dessen Humanismus Spuren hinterließ. Sie reichen vom Kasseler Wilhelmsgymnasium über die antifaschistische Aufklärungsarbeit unter deutschen Kriegsgefangenen bis in die Bildungsentwicklung der SBZ und frühen DDR, an deren ideeller Vorbereitung er maßgeblich beteiligt war. Seine Biographie zeigt die Revision traditioneller bildungsbürgerlicher Identität ebenso wie die Gefährdung seines Bildungsanspruchs unter der Realität des Kalten Krieges.
Aus dem Inhalt: Gert Geißler: Exilkonzepte zur strukturellen Umgestaltung des Schulwesens im Nachkriegsdeutschland - ein Überblick – Christa Uhlig: Ernst Hadermann - Bildungsbiographie und Bildungsverständnis – Hubert Ivo: «Eine tiefe Freudlosigkeit ist mit diesem Einbruch der Barbarei über das ganze deutsche Volk gekommen» – Marina Kreisel: «Bodo Friedrich: Ernst Hadermanns Konzept für den Literaturunterricht der Oberstufe und seine Wirkung» - Anmerkungen zu einem ungeschriebenen Beitrag – Gerald Diesener: Ernst Hadermanns Konzept für den Geschichtsunterricht und seine Wirkung – Hanns-Peter Bruchhäuser: Biographie und Profession: Ernst Hadermann und Heinrich Abel – Hans Marnette: Ernst Hadermann als Hochschullehrer.