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Das narrative Selbst – Studien zum Erzählwerk Wolfgang Hilbigs

Erzählungen 1979-1991 - Romane 1989-2000

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Andre Steiner

Ausgehend von Überlegungen zum narrativen Selbst in der Erzählforschung zeigt diese Studie, auf welche Weise sich die Identität des Autors in seinen Texten manifestiert. Die damit angesprochene Rückkoppelung zwischen Vita und literarischem Text wird anhand von biographischen Zeugnissen und textimmanenter Analyse rekonstruiert. Es zeigt sich dabei, dass sich das vom Erzähler im Text angestrebte Projekt einer biographischen Konversion vom Arbeiter zum Schriftsteller in der Vita des Autors wiederfindet. Methodisch geht es in den Erzählanalysen vor allem um den Nachweis der Relevanz systemtheoretischer Paradigmen wie Autopoiesis, Selbstrefentialität und Beobachtung zweiter Ordnung für die Genese und Analyse des literarischen Werkes.
Aus dem Inhalt: Narrative Identität – Rückkoppelung zwischen Autorvita und literarischem Text – Zum Verhältnis von Erzähler und Autor in systemtheoretischer Perspektive – Beobachtung zweiter Ordnung – Radikaler Konstruktivismus – Erzählte Subjektivation – Der Nexus von Subjektivation und Macht – Erzählte Erinnerung unter dem Aspekt der Nachträglichkeit – Gebrochene Signifikanz – Textanalysen Erzählungen: «Der Heizer», «Die Einfriedung», «Der Brief» – Textanalysen Romane: «Eine Übertragung», «Ich», «Das Provisorium».