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«Buddenbrooks» von Thomas Mann und «Noce i dnie» ("Nächte und Tage») von Maria Dąbrowska

Eine vergleichende Studie

Series:

Edyta Trebaczkiewicz

In diesem Buch wird der Versuch unternommen, den ersten nobelpreisgekrönten Roman Thomas Manns mit dem ersten, für den Nobelpreis vorgeschlagenen und mit dem Staatlichen Literaturpreis ausgezeichneten Roman der polnischen Schriftstellerin Maria Dąbrowska zu vergleichen. Untersucht werden dabei neben dem scheinbar anachronistischen Realismus der Darstellung auch die Grundideen der regional, genealogisch und biografisch geprägten Romane. Sowohl der deutsche Autor als auch die polnische Autorin nehmen darin Stellung zu ihrer an humanistischen Traditionen reichen Heimat und wollen am Vorabend der Weltkriege vor der «Herrschaft des Chauffeurtypus» (K.-J. Rothenberg, 1969) warnen. Beide Meisterwerke beweisen, dass ihre Autoren mit der Tradition der europäischen Musik eng vertraut waren und Erkenntnissen großer «(National)philosophen» (Schopenhauer, Abramowski u.a.) zu folgen vermochten.
Aus dem Inhalt: Forschungsberichte: Buddenbrooks in Deutschland, Nächte und Tage in Polen – Zwischen Anachronismus und «Dichtung mit ihrem eigenen Gesicht»: Genrefrage, Th. Mann und M. Dąbrowska als Erben L. Tolstois? – Grundideen - von der Tradition zur Individuation: Die Auflösung der überlieferten Lebensform und die religiös-weltanschauliche Krise – Im Kontext des europäischen Kulturguts (Musik, Ethik und Philosophie) – Rezeptionsgeschichten: Buddenbrooks in Polen, Nächte und Tage im deutschen Sprachraum.