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«Wenig verlangt die Natur»

Naturgemäß leben, Einfachheit und Askese im antiken Denken

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Simone Kroschel

Die Forderungen nach naturgemäßem Leben, Einfachheit und Askese werden im antiken Denken oftmals in Verbindung gebracht. Vor dem Hintergrund der Frage, was naturgemäß leben im Rahmen verschiedener Ansätze bedeutet, wird untersucht, wie jeweils eine Verknüpfung mit Konzeptionen einfachen Lebens und damit verbundener Askese erfolgt. Ausgehend vom Naturbegriff der frühgriechischen Denker wird anhand von Textbeispielen dargestellt, wie die genannte Verbindung in der Ethik des 5./4. Jahrhunderts v. Chr. begründet und in den hellenistischen Schulen fortentwickelt wird. Gezeigt wird, dass Einfachheit und Askese nach antiker Vorstellung die Verwirklichung der menschlichen Natur zum Ziel haben und, anders als im heutigen Denken, nicht etwa den Schutz natürlicher Ressourcen.
Aus dem Inhalt: Natur und naturgemäß leben – Einfachheit und Askese in der Antike – Sokrates als Paradigma für einfaches Leben – Naturgemäßheit und Einfachheit als Ideal bei Platon – Bedürfnislosigkeit und Autarkie im Kynismus – Naturgemäße Lust bei Epikur – Lebensziel und Telosformel in der Stoa.