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Mit Aristoteles zu Platon

Heideggers ontologische Ausdeutung der Dialektik im «Sophistes»

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Barbara Peron

Ziel der Arbeit ist, die aristotelischen Voraussetzungen der heideggerschen ontologischen Lektüre des platonischen Dialogs «Sophistes» zu rekonstruieren und kritisch zu diskutieren. Im Zentrum der Auslegung steht die Interpretation der mégista géne. Diese sind für Heidegger die Vorfahren der aristotelischen Kategorien, und das gilt insbesondere für das ón in Bezug auf die ousía. Erst im Ausgang von seinem Verständnis der aristotelischen ousía läßt sich erklären, warum Heidegger Platon eine Charakterisierung des Seins zuspricht, die Platon selbst gar nicht kennt. Bei der Lektüre der Arbeit wird man in die philosophisch-philologische Werkstatt Heideggers geführt. Man sieht, wie Heidegger sich für bestimmte Lesearten und Deutungen entscheidet – und man sieht auch, welchen Preis er für seine Lesearten und Deutungen zu entrichten hat, wie z.B. die Ablehnung der Dialektik.
Aus dem Inhalt: Zwischen Seiendem und Nichtseiendem - Überblick über den platonischen Dialog «Sophistes» – Die Frage nach der Herkunft des Seienden als Leitfaden der heideggerschen Interpretation vom «Sophistes» – Das Sein der Kategorien als Herkunft des Seienden (Aristoteles) – Die Dialektik als «Herkunftsgeschichte» des Seienden und ihre Vorläufigkeit gegenüber der «Ersten Philosophie» des Aristoteles – Heidegger und die Grenzen der Dialektik – Platon «diesseits» der Dialektik? Heideggers Interpretation des «Kratylos» in der Vorlesung «Sophistes».