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Zum Spektakel und Abscheu

Schand- und Ehrenstrafen als Mittel öffentlicher Disziplinierung in München um 1600

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Satu Lidman

Diese Studie beleuchtet einen wichtigen Teil der frühneuzeitlichen Rechtswirklichkeit, nämlich die Praxis um Schand- und Ehrenstrafen. Von der Autorin werden sowohl Ehre in ihrer sozialen Gewichtung wie auch öffentliche Strafe in ihrer Auswirkung auf die Rechtsstellung der Betroffenen thematisiert. Am Beispiel der städtischen Gesellschaft Münchens wird zum ersten Mal anhand kommunaler und landesherrlicher Überlieferung eine Darstellung gewagt, die im Spannungsfeld zwischen Kriminalitätsforschung und Alltagsgeschichte einprägsame Beispiele vor dem Hintergrund der zeitgenössischen Ehrvorstellungen vorstellt. Behandelt werden u.a. die Fragen: Was bedeuteten die Schand- und Ehrenstrafen in dieser Zeit zwischen Spätmittelalter und Aufklärung? Was stellten sie dar und welche Unterschiede gab es zwischen den beiden Strafarten?
Aus dem Inhalt: Schand- und Ehrenstrafen – Ehrverlust und Ehrminderung – Abschreckung und Erniedrigung – Öffentliche Strafe im 16. Jahrhundert – Städtische Strafpraxis Münchens – Landesherrliche Disziplinierung im Herzogtum Bayern – Historische Kriminalitätsforschung in der Vormoderne.