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Die Reichweite des Insiderverzeichnisses nach § 15b WpHG

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Matthias S. v. Neumann-Cosel

Mit dem Anlegerschutzverbesserungsgesetz wurde Ende 2004 in § 15b WpHG die Pflicht eingeführt, ein Insiderverzeichnis zu führen. Darin sind alle Personen aufzunehmen, die mit Insiderinformationen in Kontakt kommen. Mit dieser Vorschrift, die auf eine Vorgabe in der Marktmissbrauchrichtlinie der EU zurückgeht, soll ein Verstoß gegen das Insiderhandelsverbot durch Sensibilisierung der betroffenen Personen vermieden werden, und nachträglich die Aufdeckung derartiger Vergehen erleichtert werden. Mit dieser Arbeit beleuchtet der Verfasser Normzweck, Tatbestand und Rechtsfolge der Norm, sowie deren Anwendbarkeit in Bezug auf derivative Anlagen. Insofern leistet die Arbeit einen Beitrag zu der Exegese des § 15b WpHG, die sich bisher auf Kommentarliteratur und einige Aufsatzbeiträge beschränkt.
Aus dem Inhalt: Sinn und Zweck – Umsetzung – Die Situation vor Inkrafttreten des AnSVG und Regelungsvorbilder zu § 15b WpHG – Die Verpflichteten - Anwendungsbereich, Definition und Beispiele – Die zu führenden Personen - Auslegung, Begriffsfindung und Folgen – Die Führungspflicht an der Eurex und aufgrund der Emission von Optionsscheinen – Übermittlung und Information – Inhalt, Gestaltung und Führung – Belehrung – Schadensersatzansprüche i. R. d. Verletzung der Führungspflicht – Ansprüche zu Unrecht in einem Verzeichnis geführter Personen.