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Von der Unauffindbarkeit Deutschlands

Grundlageninformationen zur «Deutschen Frage/Deutschen Identität»

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Paul Heinemann

Welchen bedeutungsstiftenden Einfluss übt das Wort «Deutschland» auf die Bewohner eines vereinten deutschen Staates aus? Wie trägt es zu ihrem Selbstverständnis als Mitglieder einer nationalstaatlichen Einheit bei? Eine entsprechende Antwort vermag diese Arbeit nicht zu geben. Stattdessen versucht sie aufzuzeigen, weshalb eine solche Antwort nur schwer oder überhaupt nicht zu finden ist. Im Gegensatz zur Entstehung und Entwicklung vieler anderer Ländernamen entstammt das Hauptwort «Deutschland» dem Adjektiv «deutsch», das in seiner eindeutigsten Funktion immer nur zur Bezeichnung einer Sprache nicht aber eines Gegenstandes in der außersprachlichen Wirklichkeit gedient hat. Das Buch beschreibt diese ungewöhnliche Entwicklung vor dem Hintergrund der politischen und gesellschaftlichen Entwicklung im deutschsprachigen Raum. Aus diesem Spannungsfeld soll ersichtlich werden, weshalb es für die Bewohner dieses Raumes schwierig und schließlich zum Teil verhängnisvoll gewesen ist, anhand des Wortes «Deutschland» die einheitliche Identität eines anvisierten oder real-existierenden deutschen Nationalstaates konsensbildend zu definieren.
Aus dem Inhalt: Entstehung des Kompositums «Deutschland» aus dem sprachbezeichnenden Adjektiv «deutsch» – Politische und gesellschaftliche Zersplitterung des deutschsprachigen Raumes – Brüche und Widersprüche in der Bildung einer regionenübergreifenden Identität im deutschsprachigen Raum – Probleme mit Hilfe des Kompositums «Deutschland» die Identität eines real-existierenden Nationalstaates im deutschsprachigen Raum zu definieren.