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Expeditionen ins Eis

Historische Polarreisen in der Literatur

Series:

Marion Munz-Krines

Expeditionen ins Eis sind ein faszinierendes literarisches Motiv mit einer langen Tradition. In einigen Erzählungen und Romanen werden die Polarhelden des 19. und 20. Jahrhunderts (Franklin, Scott, Amundsen, Shackleton u. a.) zu literarischen Figuren. In dieser Untersuchung werden sechs Werke analysiert, in denen die Autoren mit historischen Quellen arbeiten, die Vorlagen aber in ihrem Sinne konfigurieren. Jeder der Autoren (Heym, Zweig, Feuchtwanger, Sundman, Nadolny, Ransmayr) wendet dabei andere Verfahren an und gibt seiner literarischen Konstruktion eine eigene Richtung. Diese Prozesse werden unter Berücksichtigung von erinnerungskulturellen Theorien (Ricœur, Lachmann) betrachtet. Ein motivgeschichtlicher Überblick zu literarischen Reisen ins Eis sowie eine Untersuchung der historischen Entwicklung von Eisexpeditionen ergänzen die literaturwissenschaftlichen Analysen.
Aus dem Inhalt: Alte und neue Heldenfahrten – Historische Polarexpeditionen – Georg Heym - Das Tagebuch Shakletons (1911) – Stefan Zweig - Der Kampf um den Südpol (1927) – Lion Feuchtwanger - Polfahrt (1928) – Per Olof Sundman - Ingenieur Andrées Luftfahrt (1967/dt.1969) – Sten Nadolny - Die Entdeckung der Langsamkeit (1983) – Christoph Ransmayr - Die Schrecken des Eises und der Finsternis (1984) – Einsichten und Aussichten.