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Die skandinavischen Rätselbücher auf der Grundlage der deutschen Rätselbuch-Traditionen (1540-1805)

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Frauke Rademann-Veith

Im Jahr 1509 erscheint in Deutschland das sogenannte Straßburger Rätselbuch. Es entwickelt sich binnen weniger Jahre zu einem Verkaufsschlager. So wird es auch zur Keimzelle für die Entstehung der Rätselbücher in Skandinavien. Bis zur Etablierung als eigenständige Buchgattung, die erst um 1800 abgeschlossen ist, greifen dänische und schwedische Verleger immer wieder auf deutsche Vorlagen zurück. Der Pietismus in Dänemark und der Gotizismus in Schweden führen dazu, dass die Entwicklung der Rätselbücher in den skandinavischen Ländern unterschiedlich verläuft. Gegen Ende des 18. Jahrhunderts sind die Rätselbücher allen Bevölkerungsschichten zugänglich, so dass die Herausbildung eines skandinavischen Volksrätsels in dieser Zeit durch das «Absinken» der Rätselbücher erklärbar ist.
Aus dem Inhalt: Literarische Rätsel vor den Rätselbüchern – Bestandsaufnahme der erhaltenen Rätselbücher – Underlige Spørsmaal – Jon Hansson Burman: Ænigmata eller Spörsmålsbook – Samuel Loenboem: Sämling av Gåtor – Povel Phønixberg – Morten Hallager – H.L.S. Winding – Johan Djurberg – Lars Berlin – Rolle des Straßburger Rätselbuchs in Skandinavien – Übersetzungen – Michael Sachs: Christlicher Zeitvertreiber – Halvard Gunnarssøn: Ænigmata sive griphi – Rätselbücher im 19. Jahrhundert – Bibliographie der skandinavischen Rätselbücher 1540-1805.