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Umgang mit Gewalt

Reformation statt Deformation des Sozialen

Series:

Georg Schottmayer

Umgang mit Gewalt ist der Titel des ersten Buches dieser Schriftenreihe. Das Buch gibt Antworten auf die Frage, wie die Gemeinschaft mit Gewalt fertig werden kann, die nicht nur als medienwirksame Gewalttätigkeit auftritt, sondern als Störungen und Schädigungen in vielerlei Facetten auch unscheinbarer Art das alltägliche Miteinander angreift. «Wegschauen» und «Wegsperren» der Täter helfen nicht, sondern wirken kontraproduktiv.
Ein effektiver Umgang mit Gewalt setzt ein differenziertes Wissen über die Entstehung und Auslösung von Gewalt sowie ein flexibles Handlungsrepertoire zur Intervention und Prävention voraus. Das Buch bietet als Informations- und Nachschlagewerk die heute verfügbaren Erkenntnisse für den alltäglichen und den beruflichen Umgang mit Gewalt, insbesondere für Pädagogen, Gruppenleiter, für Jugendhilfe und Jugendarbeit, Familien- und Erziehungsberatung, für Führungskräfte in Unternehmen, für Polizei und im Rechtswesen Tätige.
Der ehemalige Bundespräsident Köhler hat in einer Rede zum Gedenken an den Amoklauf von Winnenden (2009) eine Gestaltung des gesellschaftlichen Lebens angemahnt, die vom Geist der Prävention getragen ist. Präventivkultur als Sicherung von Lebensqualität und Verfügbarkeit von Gemeinsinn, Solidarität und Verantwortung ist Prävention von Gewalt. Hier besteht gesellschaftlicher Handlungsbedarf. Eine Verbreitung von Erkenntnissen und Handlungsrepertoires zur Anregung und alltäglichen Umsetzung von Präventivkultur ist geboten, wie an allgemeiner Ohnmacht und Hilflosigkeit gegenüber Gewalt täglich erfahrbar ist. Dieser Aufgabe fühlt sich der Autor des Buches verpflichtet.
Inhalt: Soziale Baustellen: Gewalt und Mitmenschlichkeit im Alltag, eine Bestandsaufnahme – Wann spricht man von Aggression und Gewalt? – Wie zeigen sich Aggression und Gewalt? – Wie werden Aggression und Gewalt ausgelöst? – Wie entstehen Aggression und Gewalt? – Was fördert Aggression und Gewalt? – Klärungshilfen zum Umgang mit Aggression und Gewalt – Aggression und Gewalt abwehren: erste Hilfe für Täter und Opfer – Aggression und Gewalt abbauen: Täter- und Opferverhalten ablegen – Aggression und Gewalt vorbeugen: Förderung von Lebenskompetenz (Selbstkompetenz, soziale Kompetenz, Sachkompetenz) – Arbeitshilfen zum Selbststudium und eigenen Handeln.