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Der Status ausländischer Personen im deutschen Transplantationssystem

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Dunja Lautenschläger

Der nationale Status einer Person erlangt an mehreren Schnittstellen des Transplantationswesens Bedeutung. Es geht um die Fragen, ob und unter welchen Voraussetzungen im Ausland entnommene Organe nach Deutschland zu Transplantationszwecken «importiert» und ob ausländischen hirntoten Bürgern in Deutschland Organe zu Transplantationszwecken entnommen werden dürfen. Hinzu kommt die Problematik des Zugangs ausländischer Bürger zum deutschen Transplantationswesen. Die Arbeit fragt danach, ob im Bereich der Transplantationsmedizin ein fortdauerndes differenziertes Recht zwischen Deutschen, Unionsbürgern und Ausländern aus Drittstaaten rechtlich hinnehmbar ist und ethischen Grundwerten der Gesellschaft entspricht. Es wird untersucht, ob die Transplantationsindikation als weltumspannendes Gesundheitsproblem Halt vor nationalen Grenzen machen darf oder aber sich auf der Ebene einer transnationalen Gesellschaft an den globalen Grundwerten orientieren muss.
Aus dem Inhalt: Vermittlung von im Ausland entnommenen Organen – Verstoß der non-heart-beating-donor Organentnahme gegen den ordre public – Bedingte Organspendeeinwilligung – Organe als gesellschaftliches «Gemeingut» – Zugangsbeschränkungen für ausländische Bürger bei der Wartelistenanmeldung – Postmortale Organvermittlung an Non-ET-Residents – Lebendorganspende zwischen Non-ET-Residents.