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Funktionale Grenzen synökologischer Systeme

Ein organismenzentrierter Ansatz

Series:

Johannes Gnädinger

Die Grenzen synökologischer Systeme (Biozönosen, Gesellschaften, Assoziationen) werden in der Ökologie meist nach Kriterien abgegrenzt, die den Systemelementen (Organismen oder Populationen) äußerlich sind, d. h. nach räumlichen Gesichtspunkten oder nach dem gemeinsamen Vorkommen von Organismen an einem Ort. Erst dann wird gefragt, welche biotischen Wechselbeziehungen oder Stoff- und Energieflüsse innerhalb oder zwischen den so bestimmten Einheiten bestehen. In dieser Studie wird eine organismenzentrierte Methode zur Konstruktion von Grenzen entwickelt, basierend auf einer Typologie der interspezifischen Interaktionen und dem Begriff der Interaktionsstärke. Dieser Ansatz ist, zumal in dieser Systematik und Detaillierung, neu und für die Zukunft vielversprechend. Zugleich leistet das Buch einen fundamentalen Beitrag zur historischen Holismus-Individualismus-Kontroverse in der Ökologie.
Aus dem Inhalt: Räumliche versus funktionale Grenzen – Typen von Interaktionen und Typen von Interaktionssystemen – Interaktionseigenschaften – Die Eigenschaft Interaktionsstärke, starke und schwache Interaktionen – Kohärenz der Systemelemente aufgrund starker oder schwacher Interaktionen – Eine Methode zur Abgrenzung synökologischer Systeme – Konstitutionen der synökologischen Einheit aufgrund der Wechselbeziehungen von Individuen – Individualistische Systeme versus holistische Systeme.