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Point of View im Markusevangelium

Eine Tiefenbohrung

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Susanne Pramann

Diese Arbeit bietet eine erzähltheoretische Analyse des Markusevangeliums, die die Erzählerin und ihre Stimme in der Erzählung fokussiert. Nach einer detaillierten Auseinandersetzung mit der Forschung geht die Analyse folgenden Fragen nach: Erfolgt die Erzählung aus einer bestimmten Perspektive, etwa aus der des Volkes, der Jüngerinnen oder aus der Perspektive Jesu? Inwiefern nimmt die Erzählerin Einblick in das Innenleben der Figuren? Wird die Erzählerin als Individualität sichtbar? Wie kommentiert sie die erzählten Ereignisse? Ist die Stimme der Erzählerin in der Erzählung deutlich zu hören? Oder werden die Ereignisse den Leserinnen eher unvermittelt vor Augen geführt? Die erzähltheoretische Basis für die Analyse des Markusevangeliums bilden die Point-of-View-Typologien von Norman Friedman und Franz Stanzel sowie verschiedene Konzepte aus den narratologischen Modellen von Gérard Genette, Mieke Bal, Seymour Chatman, Dorrit Cohn und Ansgar Nünning. Die Analyse zeigt, dass der Text des Markusevangeliums anderen Regeln folgt
als die modernen erzähltheoretischen Konzepte. Gerade in diesen Abweichungen treten jedoch spezifische Charakteristika des Markusevangeliums deutlich hervor.
Aus dem Inhalt: Point of View – Erzählperspektive – Fokalisierung – Innensichten – Wahrnehmungsberichte – Regungen – Wiedergabe von Gedanken – Allwissenheit der Erzählerin – Allgegenwart der Erzählerin – Erzählerinkommentare – Berichtende Erzählung oder szenische Darstellung – Offene oder verdeckte Erzählung – Wiedergabe von Figurenrede.